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5 Sätze, die du 2022 nicht mehr sagen solltest

Text

Marlies Seifert

Erschienen

10.01.2022

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Auch wenn sie noch so gut gemeint sind: Mit diesen Aussagen machen wir im neuen Jahr endgültig Schluss. Aus gutem Grund.

Uns allen rutscht mal ein unüberlegter Satz oder eine unangebrachte Frage raus. Manchmal können aber selbst Komplimente nach hinten losgehen. Fünf Klassiker – und weshalb du sie dir in Zukunft lieber verkneifen solltest.
 

«Du hast dich aber gut gehalten für dein Alter!»

Ist nett gemeint, löst beim – in der Regel weiblichen – Gegenüber aber das Gefühl aus, aufgrund des Alters abgestempelt zu werden. Implizit wird ausserdem zum Ausdruck gebracht, dass man automatisch nicht mehr dem Schönheitsideal entspricht, sobald graue Haare spriessen und die Krähenfüsse tiefer werden. «Age Positivity» heisst das neue Schlagwort, mit dem sich Frauen von diesen Vorstellungen befreien und ihre Falten mit Stolz zur Schau tragen. Dass Frau in jedem Alter nackt für Kalenderbilder posieren kann, beweisen die Macherinnen hinter der Grossmütterrevolution.

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Bild: GrossmütterRevolution

«Wow, hast du abgenommen?»

Suggeriert, dass nur ein schlanker Körper ein attraktiver Körper ist. Die Gründe für einen Gewichtsverlust können mannigfaltig und gar nicht zwingend beabsichtigt sein. Deshalb bitte genauso schnell auf der Liste der verbotenen Sätze eintragen wie «Hast du zugenommen?», «Ich arbeite an meiner Bikinifigur» oder «Richtige Frauen haben Kurven». Mit all diesen Sätzen vergleichen wir und wägen unterschiedliche Körperideale gegeneinander ab. Es gibt deshalb eine simple Faustregel: Verkneife dir einfach sämtliche Kommentare über Körper – sei es dein eigener oder der von jemand anderem.
 

«Ist doch nicht so schlimm.»

Probleme kleinzureden, macht sie leider nicht kleiner. Deshalb ist dieser Satz nicht sehr hilfreich, auch wenn er gut gemeint ist. Was man selbst als schlimm empfindet, ist sehr individuell. Wenn du Trost spenden möchtest, dann zeige also Anerkennung und Verständnis für den Schmerz. Nimm die Gefühle deines Gegenübers ernst. Sage zum Beispiel: «Das ist wirklich schwierig. Es ist ok, dass du traurig bist.» In besonders belastenden Situationen solltest du aufmerksam bleiben und gegebenenfalls Unterstützung holen – für die betroffene Person oder für dich selbst. Warnsignale für psychische Probleme findest du bei Pro Mente Sana.

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Bild: GettyImages

«Du siehst heute aber müde aus.»

Bringt dem Gegenüber leider gar nichts ausser Unwohlsein. Echte Fürsorge lässt sich besser zum Ausdruck bringen, indem man zum Beispiel ganz einfach fragt, wie es jemandem geht. Oder ob man der Person, die abgeschlagener aussieht als sonst, etwas abnehmen könnte.
 

«Entspannte Eltern haben entspannte Kinder»

Damit sagt man indirekt, dass Eltern selbst schuld sind, wenn sie ein Schreibaby haben oder ihr Kind seit Monaten nicht durchschläft. Der Druck, unter dem die Eltern ohnehin schon stehen, wird durch eine solche Aussage nur noch grösser. Es ist völlig normal, dass bei den Eltern die Nerven ab und zu blank liegen und die Batterien leer sind. Bei Refeel finden überforderte Väter und Mütter Kontakte zu Institutionen, die Hilfe bieten. Tipps für den Alltag mit Babys und Kleinkindern findest du auch hier.

Foto/Bühne: GettyImages

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