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Flexibilität am Laufmeter

Erschienen

17.11.2020

Models laufen über einen roten Teppich im Freien, links und rechts sitzt das Publikum.

Wer Neues wagt, muss auf Neues gefasst sein: Agilität und Flexibilität gehören zur Grundausstattung von Pionier*innen. Die Herausforderungen durch Corona stellen allerdings auch sie auf die Probe. Das Projekt Laufmeter zum Beispiel hat seine Business-Strategie in den vergangenen 8 Monaten stetig angepasst – von publikumsreichen Modeschauen hin zum Onlineshop. Die Geschichte der Transformation in 13 Bildern.

Impressionen

Ein Kamerateam steht zwischen zwei Reihen mit Models, die vor Publikum über einen öffentlichen Platz schreiten.

Foto: Michèle Büschi

Seit 2013 bringt Laufmeter einheimisches Modeschaffen raus aus den Ateliers an die Öffentlichkeit. Die Modeschauen für 2020 waren bereits aufgegleist, die Plakate und Programmhefte für drei Städte entworfen, die Labels ausgewählt. Dann kam Corona. Klick dich hier durch die Fotostory:

Ausschnitt einer Papiertragtasche mit dem Schriftzug  Laufmeter Modeschau uf Dr Gass

Grafik: Grégoire Bossy

Die Papiertragtasche für Laufmeter Zürich wurde wegen Corona nicht realisiert. «Wir mussten plötzlich alle Veranstaltungen absagen. Das war schmerzhaft. Die Drucksachen konnten wir glücklicherweise gerade noch zurückrufen», erzählt Projektleiterin Michaela von Siebenthal.

Models laufen über einen roten Teppich mitten in einer Stadt, links und rechts steht das Publikum.

Foto: Sara Wasabi

Menschenmengen und dichtes Beisammenstehen an der Modeschau 2019 in Bern. 2020 unmöglich. Durch die Absage sämtlicher Veranstaltungen schien das einmalige Konzept von Laufmeter in Gefahr.

Gruppenfoto von Models in schwarzer Kleidung.

Foto: Angelika Annen

Innert kürzester Zeit musste das Team von Laufmeter die Strategie anpassen und seinen Fokus weg von publikumsreichen Events auf den eigentlich erst später geplanten Webshop lenken.

Ausschnitt von Notizen auf einem Whiteboard. Das Wort «Online-Shop» ist blau umkreist.

Foto: zVg.

Der Migros-Pionierfonds hatte das Projektleitungsteam in Workshops bereits vor einem Jahr dazu ermuntert, nebst dem Ausbau der Modeschauen einen Webshop zu entwickeln. Michaela stand der Idee damals zwar kritisch gegenüber...

Gruppenbild von männlichen und weiblichen Models in schwarzer, grauer und pinker Kleidung.

Foto: Angelika Annen

...vorbereitet haben sie und das Projektteam den Shop aber trotzdem. Das erste Fotoshooting für die Betaversion des Onlineshops wurde im Herbst vor einem Jahr realisiert.

An einer Hauswand klebt ein Schild mit dem Schriftzug «Laufmeter Shoot».

Foto: Thomas Erb

«Rückblickend haben wir total Glück gehabt», sagt Michaela heute. «Wir konnten dank der bereits geleisteten Vorarbeit den Shop relativ schnell weiter ausbauen.» Während des Lockdowns im Mai 2020 wurde unter Einhaltung des Schutzkonzeptes das zweite Fotoshooting für den Webshop umgesetzt.

Collage eines Gruppenbilds von männlichen und weiblichen Models.

Collage: Angelika Annen

Das Gruppenbild ist eine Collage, denn die Models konnten im Atelier nur einzeln und nicht als Gruppe fotografiert werden. «Not macht eben erfinderisch», sagt Michaela.

Screenshot der Startseite des Laufmeter-Webshops.

Foto: zVg.

Dann war es soweit: der offizielle Launch des Laufmeter-Webshops am Montag, 8. Juni 2020!

Videostandbild zeigt zwölf Designer*innen, die in die Kamera schauen.

Videos: trinipix, Grafik: Grégoire Bossy

Unter dem Titel «12 Labels, 1 Onlineshop» stellte Laufmeter seine 12 Labels in kurzen Videoportraits vor. Die Aufnahmen dazu waren während des Lockdowns via Zoom entstanden.

Arbeitstisch mit Karton, Kelber, Schere und Stiften.

Foto: Michaela von Siebenthal

Der Webshop ist sehr gut angelaufen und zählt inzwischen tausende Besucher*innen. Michaela und ihr Team verschicken täglich Pakete an Kundinnen und Kunden.

Screenshot einer Zoom-Sitzung des Laufmeter-Teams.

Foto: zVg

Damit das so bleibt, ist auch weiterhin Einfallsreichtum gefragt, denn die konsequente Umsetzung der Online-First-Strategie bringt andauernde Veränderungen mit sich: Diese reichen von der Zusammenarbeit mit den Labels über die Anpassung der Marketingstrategie bis hin zum Mindset des Teams.

Models laufen über einen roten Teppich im Freien, links und rechts sitzt das Publikum.

Foto: Anne-Camille Vaucher

Ob es im nächsten Jahr eine Modeschau geben wird, ist aktuell noch unklar. «Die Situation ändert sich täglich – konstant ist im Moment nur, dass sich unser Team jetzt auf den Ausbau des Sortiments konzentriert. Bereits jetzt sind 25 Schweizer Labels im Onlineshop dabei», sagt Michaela.

Das Coronavirus stellt uns alle vor völlig neue Herausforderungen. Deshalb begleitet der Migros-Pionierfonds die laufenden Projekte individuell und bietet Hand für flexible Lösungen. Um neue Konzepte und Ideen in den vom Migros-Pionierfonds geförderten Themenfeldern rasch und unbürokratisch zu unterstützen, haben wir unser Scouting angepasst. Für Soforthilfe und existenzsichernde Massnahmen verweisen wir auf die Infopoints des Bundes, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia sowie des Dachverbandes swissfoundations.

Pionierprojekt Laufmeter

Mit Modeschauen uf dr Gass und einem Onlineshop schafft «Laufmeter» einen festen Platz für Schweizer Mode in der öffentlichen Wahrnehmung. Das Highlight im neuen Sortiment sind Kleider für jede Figur und Grösse. Das Pionierprojekt ermöglicht einen bewussteren Umgang mit Ressourcen, auch im Kleiderschrank.


Online-Shop

Logo laufmeter

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Foto/Bühne: Anne-Camille Vaucher